Gartenwettbewerb 2024

1. Platz Zimmer - Thailen

Wohn-, Küchen- und Eventgarten
Eine Fülle an Formen und Farben zieht den Besucher beim Betreten des Gartens in den Bann. Rechterhand stehen in wohlgeordneter Reihe, hübsch bepflanzt und gepflegt, Hochbeete sowie ein Gewächshaus. Man hat das Gefühl, dass jede Pflanze genau an den Platz gehört, an dem sie sitzt. Die Gestaltung ist wohl proportioniert und die Pflanzen schön gruppiert. Die farbliche Gestaltung schmeichelt dem Auge. Ein Senkgarten, gesäumt von vier freiwachsenden Kugelrobinien, lädt zum Verweilen ein. Wer dort sitzt, fühlt sich sich als Teil des Gartens und eingebunden in der Natur. Dort bietet sich die Möglichkeit mit den Blumen auf Augenhöhe zu gehen, um ihnen direkt in die „Blüte“ zu sehen. Ein Brunnen plätschert anmutig vor sich hin. Wer den Weg durch die attraktiv gestalteten Beete hinter sich gelassen hat, betritt den nächsten Gartenraum. Einen "Speisesaal" mit großer Tafel in der Mitte, gesäumt von Obstbäumen. Eine Gartenecke im hinteren Bereich lädt zur kontemplativen Einkehr ein wohingegen die andere Seite Platz für einen Grill bereithält. Dies alles findet man, kurz bevor man den tierischen Teil des Gartens mit den Hühnern betritt. Wie nah sind doch der Ernst des Lebens und die tierische Ausgelassenheit zusammen. Ein Garten der Raum für Geselligkeit, aber auch für den individuellen Rückzug bereithält.

 

2. Platz Müller/ Thielen - Wedern

Gemüsegarten mit Wohnfeeling
Balkonblumenbepflanzung und duftenden Rosen empfangen den Besucher mit üppiger Blütenpracht und begleiten mit einem Wohlgefühl um die Hausecke in den Hinterhausgarten. Hier lädt der gestaltete Gartenbereich rund um die Terrasse mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und gemütlich, arrangierten Ecken zum Erholen und Schmökern ein. Der Garten wird dadurch im Sommer zum erweiterten Wohnbereich. Hat man den geschützten Gartenbereich durchschritten, kommt man im hinteren Bereich zu einem kleinen Gartentor, das in einen großflächigen, weiträumigen Gemüsegarten führt. Hier spürt man mit wieviel Herzblut das Besitzer-Paar den üppigen Selbstversorgergarten bilderbuchmässig pflegt. Der riesengroßen Nutzgarten versetzt einen für einen kurzen Augenblick in "Omas Zeiten", in der an jedem Haus ein solch großer Garten für die Selbstversorgung zu finden war. Hier bekommt man Lust auf Gemüsebau und möchte am liebsten selbst noch das ein oder andere zu Anbau und Verarbeitung von den Besitzern lernen. Ins Staunen hat auch die Größe des Gemüses versetzt, das zum Besuchszeitpunkt gesund, prall und gut entwickelt präsentiert. 

 

3. Platz Schmitt - Besch

Wohngarten zum Relaxen, Genießen und Feiern
Bereits der Vorgarten erzählt von der Gartenbegeisterung der Besitzerin. So wir der  Besucher durch einen selbst entworfenen geometrischen Vorgarten mit stimmiger Bepflanzung empfangen. Die Pflanzen sind zudem überwiegend selbst vermehrt. Gesäumt ist der Eingang von einer Gräser-Stauden-Rabatte. Bereits hier lässt sich die Dahlienliebhaberin erahnen. Die Pflanzen stehen zum Besuchszeitpunkt schon in voller Blüte, was nur durch eine geschützte Vorkultur möglich ist. Der rechteckige Hinterhausgarten bietet unterschiedliche Verweilmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten. Er ist in drei Bereiche aufgeteilt: einen Naschbereich aus Freisitz mit Weinrebe, Gemüsegarten und Hochbeet, einen Ziergarten gerahmt mit Stauden-Dahlienbeeten und Vogelfutterplatz sowie eine Relaxecke mit Palettenmöbel und selbstgenähten Kissen. Der „nachbarliche“ Doppelstabmattenzaun mit Plastikstreifen wird demnächst durch eine Stauden-Gehölz-Pflanzung kaschiert. Frei nach dem Motto: „Pflanzen statt ärgern!“ Wasserfässer, ein Komposthaufen und Pflanzenjauche zeugen vom Wissen rund um Gartenkreisläufe und deren Anwendung. Dekorations- und Gebrauchsgegenstände sind liebevoll arrangiert und ergeben ein harmonisches Gesamtbild. Upcycling findet Anwendung in einem Stehtisch aus alten Paletten neben dem Grill. Vieles wird umfunktioniert oder weiterverwendet, so auch der ehemalige Wohnzimmertisch, der jetzt zahlreiche Töpfe trägt. Das Motto im Garten: „Selbst ist die Frau – und vielleicht bei der ein oder anderen Stelle mit Sicherheit auch ihr Mann!“   

 

3. Platz Weisgerber - Silwingen

Natur - Bauerngarten
Ein Vorgarten mit einer Quitte als Hausbaum, Kopfsteinpflaster im Eingangsbereich, hübscher Sitzgelegenheit und naturnaher Bepflanzung ist ein passendes Entree. Hier wird auch mal Wildes im Garten zugelassen. Wild und unbändig – Shabby chic könnte man den Stil fast bezeichnen, der sich von der Bordsteinkante durch den Garten zieht. Durch die alte Scheune - ein perfekter Lagerraum für alle Gartenutensilien -  gelangt man in den Garten.
Eine große überdachte Terrasse erweitert den Wohnbereich und ist in den Garten integriert. Man blickt auf einen klassischen Bauerngarten mit Wegekreuz und Buchs. Die schöne Kombination aus alten, nostalgischen Gegenständen mit Rosen, Wildpflanzen, Stauden und Gemüse zieht sich durch den Garten. Aufgrund der vielen Niederschläge war die Pflege eine Herausforderung - alles ist üppig gewachsen. Gerade beim Wilden, muss man aufpassen, dass es nicht zu wild wird. Sorge bereitet der Giersch der unter dem nachbarlichen Gartenzaun hindurch versucht den Garten zu erobern. Begleitet durch ein plätscherndes Bächlein gelangt man über einen Rasenweg seitlich am Bauerngarten vorbei zu den Hühnern und Honigbienen, das Gartenglück abrunden. Wobei manches Glück auch hart erarbeitet sein will.
Die Wasserversorgung ist in diesem Garten kein Problem, da es neben dem Bachlauf auch eine Quelle auf dem Grundstück ist. Naturkreisläufe werden unterstützt, Flächenmulch findet im Gemüsegarten genauso Andwendung wie der Kompost.

 

Vogel - Merzig (Sonderpreis Schmetterlingsgarten)

Schmetterlingsgarten - ein Garten für Wildbienen, Schmetterlinge und Co.

Der schlicht gehaltene Vorgarten lässt nicht im Geringsten erahnen, welche Pflanzenfülle einen auf dem Gelände erwartet. Im Innenhof der ehemaligen Ziegelei begrüßt ein artenreicher Topfgarten, der gleich etwas südländisches Flair zaubert. Bereits vor 20 Jahren erwarben die Eigentümer das Gebäude samt Grundstück. Damals wurde auch der mittlerweile stattliche Kirschbaum gepflanzt.
Auf dem Areal von 4000 m² ist ein Refugium für Schmetterlinge und Wildbienen entstanden, das den größten Teil der Pflanzen beherbergt, die auf der BUND-Liste für die flatternde Zunft empfohlen werden. Den Besucher erwartet eine gepflegte und gebändigte Wildnis mit parkähnlichen Strukturen sowie geballtes Schmetterlingswissen. Letzteres natürlich nur, wenn man mit dem Besitzer ins Gespräch kommt. Neben Wild- und Staudenpflanzungen findet man auch Gräser- und Blumenwiesen sowie Obstgehölze und Beerensträucher. Das Grundstück ist weitläufig und bietet einen schönen Wechsel zwischen gemähten und ungemähten Flächen. Sitzecken laden zum Genießen und Ausruhen ein.
Um den Garten so schön optimal in Schuß zu halten, muss man schon fast im Garten wohnen. Die neueste Errungenschaft ist eine kleine Outdoorküche, um Wege zu verkürzen und das Arbeiten angenehmer zu machen. Die Kombination zwischen den alten Elementen der Ziegelei und den gefassten Beeten ist sehr schön. Hier versteht man Hand in Hand mit der Natur zu arbeiten und Naturkreisläufe zu berücksichtigen, was eine Regenzisterne sowie der Kompost beweisen. Hier wird für Insekten gegärtnert: davon zeugen Insektenhotels, Brennnesselecken und Wildgehölzhecke. Die neuen Experimente sind Sandarium und Gräserbeete. Gerade auf Gräser sind zahlreiche Schmetterlinge und Falter angewiesen, so erfährt man vom fachkundigen Gartenbesitzer.

 

Demmer  - Nunkirchen

Glücks(klee)garten
Der ganze Garten sprüht nur so voller Lebensfreude und Erinnerungen. Vor der Haustüre erwartet den Besucher gemischtes Grün und die Walnußsämlinge erzählen vom Grünen Daumen und der Gartenleidenschaft der Besitzerin. Gartenzwerg Anton stand einst im Garten der Vorfahren. Durch das Haus gelangt man auf die etwas höher gelegene Terrasse, die einen guten Blick über den Garten freigibt. Hier wird mit den Gegebenheiten und der gewachsenen Struktur gearbeitet. Neben dem großen Nutzgarten gibt es Spielmöglichkeiten für den Sohn, der mittlerweile auch zum Gärtnern anfängt. Die selbstkonstruierte Warmwasserproduktion für den Gartenpool geht auf den Herrn des Hauses zurück. Das neu installierte Gewächshaus ist ganz aus Glas, damit man sowohl rein, wie auch rausschauen kann. Tiere und Insekten finden ganz nebenbei ihre Nischen und Lebensraum in Totholzhaufen oder alten Baumstümpfen. Hier lebt man mit und vom Garten und alle sind glücklich mit ihrem kleinen Gartenparadies. Es ist eine Kinderstube für Pflanzen und das Gartenglück wird bereitwillig mit anderen geteilt und übrige Pflanzen verschenkt. Daneben wandern Kräuter gerne in die Teekanne und Gemüse erntefrisch auf den Tisch. Sylvesterglücksklee wird nicht einfach weggeworfen, sondern liebevoll weitergepflegt und ist überall in den Töpfen zu finden. Ein  Glücks(klee)garten, bei dem es groß geschrieben wird, die eigene Gartenfreude mit anderen zu teilen!

 

Schneider/ Serwill - Noswendel

Moderner Wohngarten
Der Vorgarten begrüßt den Besucher mit einer abwechslungsreichen Staudenpflanzung. Der Garten ist mit seinen sechs Jahren noch relativ jung. Ein großer seitlicher Eingang gewährt optimalen Zugang zum Gelände. Fast ehrfürchtig betritt man den perfekt gepflegten Rasen, der einmal in der Woche gemäht und regelmäßig gedüngt wird und mit so manchem Golfrasen konkurieren kann. Die Beete wurden in Eigenregie eingefasst, um eine saubere Mähkante herzustellen. Auch dadurch strahlt der Garten eine Ruhe aus. Die Pflanzung besteht aus trockenheitsverträglichen und robusten Pflanzen und ist mit Rindenmulch abgedeckt. Hangbereiche sind bepflanzt und das Grundstück ist mit einer immergrünen Kirschlorbeerhecke eingefasst. Viele Überlegungen wurden im Vorfeld angestellt, Gartenbücher gewälzt und Freunde gefragt, bis eine stimmige Gestaltung entstand. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, den Garten schön und zugleich gut pflegbar anzulegen, so dass neben Berufstätigkeit und Gartenarbeit auch noch Zeit zum Entpannen und Genießen bleibt. Das Hanggrundstück wurde geschickt in die Gestaltung mit einbezogen, was dem Garten durch die Geländemodellierung mehr Spannung gibt. Eine überdachte Sitzmöglichkeit bietet den Blick von oben auf das kleine Gartenparadies. Ein Blick über die Hecke lässt einen in die freie, weite Landschaft schweifen.

 

Turbing - Brotdorf

Rückszugsort und Freizeitgarten
Der sehr langgezogene Garten wird auf der einen Seite von einer hohen Hauswand und auf der anderen Seite von Obstbäumen begrenzt. Das schmale, lange Grundstück ist nach gesalterischen Gesichtspunkten räumlich unterteilt und dadurch optisch unterbrochen. „Wenn einem etwas nicht gefällt, soll man es in Szene setzen!“, so ein  weiterer Gestaltungsgrundsatz. Gut gelungen ist dies mit den alten Dekofenstern und den bepflanzten Balkonkästen, die im unteren Teil des Gartens zum Blickfang auf der sonst kahlen Mauer werden. Gleich danach folgt eine Rasenfläche mit einem Schwenker - das saarländische Freizeitsymbol und Lebensgefühl par excellence.
Wie zwei Wächter wirken Wolf und Adler, die beiden Holzskulpturen, im Garten, die den Besucher bei Durchschreiten des Gartens flankieren und grüßen. Fast könnte man meinen, sie wachen über den Außenbereich. Der Garten bietet verschiedene Sitzplätze, die zum verweilen einladen. Fast magisch angezogen, wird man von der kleinen Wasserfläche, die im hinteren Bereich des Gartens liegt. Dort findet man einen etwas höher gelegenen, idyllischen, kleinen Sitzplatz an einem Teich unter einer Birke – ein Platz zum Träumen, wie zu lesen ist…. ein Rückzugsort für Berufstätige, Rentner und alle, die der allzu schnelllebigen Zeit für ein paar Minuten entkommen wollen.